Nikolai Rimski-Korsakow | Der goldene Hahn
Interpreten
- ORF Radio-Symphonieorchester Wien Orchester
- Arnold Schoenberg Chor Chor
- Günther Groissböck König Dodon
- Alexey Neklyudov Prinz Gwidon
- Dmitry Cheblykov Prinz Afron
- Alexander Vassiliev General Polkan
- Khatuna Mikaberidze Amelfa
- Andrei Popov Der Astrologe
- Liv Redpath Die Königin von Schemacha
- Georgina Fürstenberg Der goldene Hahn
- Valentin Uryupin Musikalische Leitung
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- Maxim Didenko Inszenierung
- Galya Solodovnikova Kostüme, Bühne
- Gleb Filshtinsky Licht
- Kai Weßler Dramaturgie
Programm
- Nikolai Rimski-Korsakow Der goldene Hahn
- Oper in drei Akten
- Libretto von Wladimir Bjelski
- In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Das Reich des Königs Dodon ist von Krisen geschüttelt: Seine Feinde bedrohen das Land, der König selbst ist alt geworden und seine Söhne sind unfähig zum Regieren. Da erscheint ein Astrologe am Hof, der dem König einen goldenen Hahn anbietet, der rechtzeitig vor allen Gefahren warnt. Als der König erneut in den Krieg zieht, verfällt er der Königin von Schemacha. Doch nun fordert der Astrologe als Lohn für den Hahn genau diese Frau. Der goldene Hahn, der als wundersamer Heilsbringer in das Reich gekommen war, entpuppt sich als Bote von Unheil, Zerstörung und Gewalt. Am Ende stehen der Tod des Königs und ein Volk, das von den Machthabern ratlos zurückgelassen wird. Nikolai Rimski-Korsakows 1909 komponierte letzte Oper Der goldene Hahn nach einer Erzählung von Alexander Puschkin ist eine Satire auf die russische Zarenherrschaft und erzählt zugleich ein Märchen über Macht, Manipulation und Scheitern. Der russische Regisseur Maxim Didenko versteht das Werk daher als Parabel auf autoritäre Systeme und virtuelle Mächte der Gegenwart, auf technische Heilsversprechen und gescheiterte Utopien. Rimski-Korsakows Solotoi petuschok ist ein Werk des Übergangs zwischen den Märchenopern des 19. Jahrhunderts und dem expressionistischen Musiktheater der Moderne, in der russischer Volkston ebenso anklingt wie orientalistische Musik und die orchestrale Farbenpracht des Impressionismus. In der Rolle des Königs wird der Bass Günther Groissböck an das MusikTheater an der Wien zurückkehren.
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn